TIERE der FINCA  - der lokale Biologieunterricht

Seit langem möchte ich die Tiere die mir so im Alltag der Masia und dem Land der Finca begegnen, vorstellen. Viele sind sicher sehr gewöhnlich aber sehr oft bin ich doch überrascht welche Vielfalt es hier hat. Kreuzt meinen Weg wieder ein neues Tier, wie die Perleneidechse vor einigen Wochen, geht die Suche im Internet los. Was ist das denn für ein Tier, ist es gefährlich, geht es ihm gut und ist es nicht so normal dass es hier ist. Dies weil hier schon viele Jagdhunde gestrandet sind die meist nicht sehr gut aussahen. Oder wie der Weissreiher der nur noch ein Bein hatte, da macht man sich Sorgen und denkt was kann ich tun damit er sich hier sicher fühlt und weiss hier kann er bleiben und immer sicher landen oder rasten. Im Endeffekt sind es Wildtiere, und das sollen sie auch bleiben. Dann beginnen wir mit dem kleinen Biologie Unterricht. Zu denn Fotos steht der Name des Tiers immer davon ausgehend dass ich kein Experte bin und Korrekturen gerne angenommen werden. Was noch zu dem tierischen Erdenbewohner noch zu wissen gibt schreibe ich kurz dazu. Im Zeitalter des Insekten-und Artensterbens, sollten wir kein Tier als gewöhnlich hinnehmen. Wer weiss ob es in 10 Jahren noch zu sehen ist. Also bin ich dankbar über jedes Wesen, ausser den Moskitos und Kellerasseln, die werden sich niemals aussterben und gehören defintiv nicht zu meinen Favoriten. Aber die Vögel hier machen mir grosse Freude und schenken mir auch tolle Fotomotive. 

DIESTELFINK:  Am Morgen spátestens am Vormittag ist kunterbunte Vogel mit dem sehr rotfarbigen Vorderkopf im Garten zu sehen. Meist auch nicht alleine. Schon seit Jahren treffe ich ihn mit seinem hervorstechenden gelben Fleckierung am Flügel. Wer so einen roten Kopf hat muss natürlich gemalt werden. Auch hier das Aquarell was ich sicher später noch hochlade. Was mir auffällt die Fotos im Internet lassen den roten Kopf viel heller erscheinen. Als Farben-Freak muss man aber ganz klar sagen, diese Rot ist defintiv anders und viel kräftiger und fast ein Dunkelrot. Vielleicht ist der kleine Kerl einfach gerngesund und leuchtet deshalb so schön in seinen Farben. An  Futter und Wasser mangelt es ihm hier wahrscheinlich nicht. Und ich hoffe die kleinen Vögle kommen auch immer gut durch die Tage mit den starken Winden von Norden oder starken Regenfällen. Wenn die Sonne wieder rauskommt und der Wind zur Ruhe gekommen ist, hört man es dann immer gleich wieder wie es pieep und tzwitschert an allen Ecken des Gartens. Es sind defintiv sonnenhurige Wesen die mehr Lebensgeist zeigen als bei stürmiger Kälte. Letztendlich nicht anders als wir Menschen oder die kälteempfindliche Hausbesitzerin.

ROTKELCHEN: Der kleine Freund mag definitiv Oliven. Jetzt im November werden Oliven geerntet oder wie bei mir fallen einfach vom Baum wenn sie reif sind. Die Vögel unter ihnen das Rotkelchen picken sie gerne an, neben anderen Körnern und Getier das sich am Boden zu finden lässt. Ein für mich sehr inspirierendes Malmotiv, wegen des schönen orangefarbenen Bauchs, habe ich ihn auch schon in Aquarell verewigt. Er sitz hier in der Morera, ein typischer Schattenspendender Baum in Spanien. Jetzt im Herbst fallen die Blätter aber es ist trotzdem noch ein gern gesehener Aufenthaltort für den kleinen besonderen Vogel.

SPATZ?:

ADLER: Dieser anmutige Kerl hat eine kurze Pause auf dem Giebel des Nachbarhaus oder besser gesagt Nachbarhaus-Ruine eingelegt. Ausschauend nach Mäusen hatte er einen Blick auf das Land hinter der Finca geworfen. Was es eigentlich ist, bin ich nicht so sicher und warte auf eine Meinung meiner Vogelfreundin Marta. Es ist wirklich nicht einfach weil es Unterschiede gibt ob es ein Mänchen oder Weibchen ist. Ob es ein Jungtier oder ein Altvogel ist. Die Farben des Federkleides sind so unterschiedlich wie ich im Janura den Wintermantel anziehe und im Sommer ein helles Sommerkleid. Naja etwas weniger Auswahl hat die Vogelwelt schon als ich bei meinem Kleiderschrank, aber es ist doch viel farbliche Bewegung drin, was einem eine Zuordnung als Nicht-Experte nicht einfach macht. Aber ich sehe dieses Leben hier auch als ein kontinuierliches Lernen und Beobachten und es wird mir hoffentlich meine Wissenslücken verziehen. Dank des Deltas, sicher auch der Winde und des Flusses und noch genügend Grúnfläche, hat es noch eine sehr bewegte Vogelwelt. Starscharen, Möven die sich in der Thermik der Winde treiben lassen oder wie dieser Adler im Vorjahr. Ich denke es war der gleiche Typ. Ich beobachtete wie er in einer Windspirale immer weiter noch oben trieb, immer im Kreis. Schon toll dass es diesen Windlift gibt und den Vögeln erlaubt viel Energie zu sparen. Die Kraft und Dynamik der Winde muss man nur zu nutzen wissen und vor allem die Stuerung immer unter Kontrolle haben, sonst kann das schon mal schief gehen aus Menschensicht. Aber deshalb sind es Vögel und sie sind in ihrem Element.